Mit dem Start der Heizperiode im Oktober laufen die Heizungen in den meisten Haushalten wieder im Dauerbetrieb – nach monatelanger Sommerpause zeigen sich jetzt auch Probleme, die im Sommer unbemerkt blieben. Wer jetzt ein paar einfache Checks macht, vermeidet kalte Überraschungen mitten im Winter und spart über die gesamte Heizperiode Energiekosten.

Die wichtigsten Checks zum Start der Heizperiode

  1. Heizkörper entlüften: Gluckernde Geräusche oder kalt bleibende obere Heizkörperbereiche deuten auf Luft im System hin – das lässt sich in wenigen Minuten pro Heizkörper selbst beheben. Die genaue Anleitung dazu haben wir in unserem Beitrag Heizkörper entlüften in 10 Minuten zusammengefasst.
  2. Anlagendruck prüfen: Nach dem Entlüften am Manometer der Heizungsanlage kontrollieren, ob der Druck noch im grünen Bereich liegt (meist 1–2 bar), und bei Bedarf über den Füllhahn nachfüllen.
  3. Thermostate testen: Jeden Raumthermostat einmal auf- und wieder zudrehen – klemmende Thermostatventile fallen so auf, bevor es draußen richtig kalt wird.
  4. Heizkörper freiräumen: Möbel, Vorhänge oder Wäscheständer direkt vor dem Heizkörper verschlechtern die Wärmeabgabe erheblich und lassen die Heizung unnötig länger laufen.
  5. Dichtungen an Fenstern prüfen: Zugluft an Fenstern zwingt die Heizung zu mehr Leistung, um die Raumtemperatur zu halten – eine kurze Anleitung dazu findest du in unserem Beitrag zum Fenster abdichten gegen Zugluft.

Warum sich der Aufwand jetzt lohnt

Eine Heizung, die wegen Luft im System oder niedrigem Anlagendruck ineffizient arbeitet, verbraucht messbar mehr Energie, um dieselbe Raumtemperatur zu erreichen. Gerade bei aktuell hohen Energiepreisen macht sich das über eine ganze Heizperiode spürbar in der Abrechnung bemerkbar – die oben genannten Checks kosten zusammen kaum eine Stunde.

Wann die Heizung durch einen Fachbetrieb geprüft werden sollte

Bleibt der Anlagendruck trotz Nachfüllen immer wieder niedrig, treten ungewöhnliche Geräusche am Heizkessel selbst auf, oder ist die letzte Wartung durch einen Installateur schon länger als ein Jahr her, sollte vor dem Winter ein Fachbetrieb einmal draufschauen. Das gilt besonders für Gasheizungen, bei denen eine regelmäßige fachgerechte Wartung auch aus Sicherheitsgründen empfehlenswert ist.

FAQ

Wie oft sollte ich Heizkörper entlüften?

Am besten einmal jährlich zu Beginn der Heizperiode, unabhängig davon, ob bereits Geräusche auffallen – das beugt Problemen vor, statt sie erst zu beheben, wenn es schon kalt bleibt.

Woran erkenne ich ein klemmendes Thermostatventil?

Wenn sich der Heizkörper trotz voll aufgedrehtem Thermostat nicht oder nur sehr langsam erwärmt, obwohl kein Luftproblem vorliegt, deutet das auf ein klemmendes Ventil hin – oft hilft mehrfaches Auf- und Zudrehen, sonst ist ein Fachbetrieb gefragt.

Macht eine jährliche Wartung durch einen Fachbetrieb trotzdem Sinn, wenn alles funktioniert?

Ja, eine Wartung prüft auch Dinge, die sich nicht durch bloßes Beobachten erkennen lassen, etwa die Verbrennungseffizienz bei Gasheizungen – das wirkt sich langfristig auf Lebensdauer und Verbrauch aus.